Wer Abfälle sauber trennt, schont nicht nur Ressourcen und Umwelt, sondern oft auch den eigenen Geldbeutel. Gerade bei Bau-, Renovierungs- oder Entrümpelungsarbeiten kann es einen erheblichen Unterschied machen, was gemeinsam in einem Container landet – und was besser getrennt entsorgt wird.

Aus günstig kann schnell teuer werden

Ein typisches Beispiel ist Bauschutt: Beton, Ziegel, Fliesen oder Steine können bei entsprechender Sortenreinheit gut aufbereitet und als Recyclingmaterial wiederverwendet werden. Landen jedoch zusätzlich Gipskarton, Holzreste, Folien, Styropor oder andere Abfälle im Container, verändert sich die Abfallart – und damit auch der Entsorgungsweg.

Aus einem Container mit recyclingfähigem Bauschutt kann so schnell ein deutlich kostspieliger teurerer Baustellenmischabfall werden. Fehlwürfe können die Entsorgungskosten erheblich erhöhen, bei stark vermischten Abfällen kann die Entsorgung sogar ein Mehrfaches kosten.

Der Grund dafür ist einfach: Je sauberer getrennt wird, desto leichter können Wertstoffe recycelt werden. Je stärker unterschiedliche Materialien vermischt sind, desto größer ist der Aufwand für Sortierung und Verwertung.

Trennen kann sich sogar doppelt lohnen

Besonders deutlich wird das bei Wertstoffen wie Metallen oder sortenreinen Kunststofffolien. Saubere PE-Folie beispielsweise lässt sich gut recyceln und kann bei entsprechenden Mengen sogar einen Materialwert haben. Ist die Folie dagegen stark verschmutzt oder mit anderen Kunststoffen vermischt, wird die stoffliche Verwertung schwieriger oder ist gar nicht mehr möglich.

Die einfache Faustregel lautet deshalb:

Abfälle möglichst in ihrer Materialgruppe halten und nicht nach dem Motto „Das passt auch noch rein“ mischen.

Altholz gehört zum Altholz, Metalle zum Metallschrott und recyclingfähiger Bauschutt zum Bauschutt. Fenster und Türen, belastete Materialien, Farben und Lacke, flüssige Stoffe, Gasflaschen, Feuerlöscher oder Spraydosen benötigen dagegen eigene Entsorgungswege und sollten nicht einfach in einen bereitgestellten Container geworfen werden.

Unsicher? Lieber vorher fragen

Nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, zu welcher Abfallart ein Gegenstand gehört. Bei älteren Baustoffen können beispielsweise Schadstoffbelastungen eine Rolle spielen. Auch behandeltes Holz oder bestimmte Dämmstoffe müssen gesondert betrachtet werden.

Deshalb gilt: Im Zweifel nicht einfach in den Container werfen. Wer Abfälle selbst bei KORN Recycling anliefert, kann unterschiedliche Materialien gerne getrennt mitbringen. Vor Ort klären die Mitarbeiter, was wohin gehört und wie es fachgerecht entsorgt werden kann. Bei größeren Mengen oder einem geplanten Container lohnt es sich, bereits vorab nachzufragen.

Richtig trennen heißt Ressourcen schützen

Saubere Abfalltrennung hat damit einen doppelten Effekt: Sie hält die Entsorgungskosten möglichst niedrig und sorgt dafür, dass verwertbare Materialien tatsächlich in den Recyclingkreislauf zurückgeführt werden können. Gleichzeitig werden belastete Stoffe den dafür vorgesehenen Entsorgungswegen zugeführt – zum Schutz von Boden, Wasser, Umwelt und Mensch.

Kurz gesagt: Erst trennen, dann entsorgen. Das spart Geld – und macht aus Abfall wieder Wertstoff.