Bis zu 1,8 Tonnen Batterien und Akkus im Monat

Ein einzelner Akku fällt kaum auf. Eineinhalb Tonnen und mehr dagegen schon. Zwischen 1,6 und 1,8 Tonnen Batterien und Akkus schleusen wir im Regelbetrieb jeden Monat aus dem Abfallstrom unserer Albstädter Sortieranlage aus. Die Zahl erzählt eine Geschichte darüber, wie selbstverständlich Akkus in unserem Alltag geworden sind und wie oft sie im Abfall landen, obwohl jeder von ihnen eine Gefahrenquelle darstellt. Für die Brandprävention ist das eine anspruchsvolle Aufgabe und die sichere Erkennung der Akkus und Batterien im Recycling von besonderer Bedeutung.

Kleine Energiespeicher, große Herausforderung

Sie stecken in Smartphones, Werkzeugen, Spielzeug und E-Zigaretten. Nach dem Gebrauch tauchen Batterien und Akkus auch in gemischten Abfallströmen auf – oft verborgen zwischen ganz anderen Materialien. Das macht sie zu einer besonderen Herausforderung für Sortierbetriebe.

Vor allem Lithium-Ionen-Akkus können kritisch werden: Werden sie bei der mechanischen Verarbeitung beschädigt oder kurzgeschlossen, drohen starke Erwärmung und im schlimmsten Fall Brände. Entscheidend ist deshalb, möglichst viele dieser Störstoffe frühzeitig zu erkennen.

Was hinter der Zahl steckt

Genau hier setzt unsere KI-gestützte Batterieausschleusung an. Seit März 2025 arbeitet in Albstadt das X.Sort-System (BatterySort) von WeSort.AI. Röntgentechnologie und Künstliche Intelligenz erkennen Batterien und Akkus im Materialstrom; gezielte Druckluftstöße entfernen sie anschließend aus dem laufenden Sortierprozess.

Im Regelbetrieb werden so durchschnittlich neun bis elf Kilogramm Batterien und Akkus pro Stunde ausgeschleust. Die Anlage kann bis zu 25 Tonnen Material pro Stunde durchleuchten. Diese Leistungsdaten machen deutlich, welche Mengen selbst hinter vielen kleinen Einzelprodukten stecken.

Was wir aus den Mengen lernen

Aus den Mengen lässt sich nicht ablesen, wie die einzelnen Batterien und Akkus in den Abfallstrom gelangt sind. Sie machen aber sichtbar, wie wichtig die zuverlässige Erkennung und Trennung solcher Störstoffe im Recyclingalltag ist.